Website-Strategie · Für Schreinereien

Website für Schreiner: 7 Inhalte, die aus Besuchern Anfragen machen

Wer einen Schreiner sucht, will sehen, was die Werkstatt baut, wie ein Auftrag abläuft und wie man unkompliziert anfragt. Sieben Inhalte, die eine Schreinerei-Website dafür braucht.

Kurz gesagt: Eine gute Website für Schreiner zeigt eigene Arbeiten mit Kontext, erklärt die Leistungen auf eigenen Seiten und macht den Ablauf vom Aufmaß bis zur Montage verständlich. Dazu kommen echte Kundenstimmen, ein Anfrageweg, der nach den richtigen Angaben fragt, und lokale Signale, damit Google die Schreinerei in der Region findet. Wer diese sieben Inhalte sauber umsetzt, bekommt Anfragen, die besser vorbereitet sind.

Maßanfertigungen sind Vertrauenssache. Ein Einbauschrank, eine Küche oder eine Treppe ist für die meisten Kunden eine Anschaffung, die sie nicht oft tätigen. Bevor sie zum Telefon greifen, prüfen sie online, ob die Werkstatt zu ihrem Vorhaben passt. Die Website einer Schreinerei muss diese Prüfung bestehen.

1. Eigene Seiten für jede Leistung

Viele Schreinerei-Websites fassen alles auf einer Seite zusammen: „Möbel, Küchen, Innenausbau, Fenster, Türen“. Das ist für Besucher zu dünn und für Google zu unspezifisch. Kunden suchen konkret, etwa nach einem Einbauschrank für die Dachschräge oder nach einer neuen Holztreppe.

Legen Sie deshalb für jede wichtige Leistung eine eigene Seite an:

  • Einbauschränke und Nischenlösungen
  • Küchen nach Maß
  • Treppen
  • Innentüren und Haustüren
  • Innenausbau und Ladenbau
  • Möbel nach Maß

Jede Seite beantwortet drei Fragen: Was genau bauen Sie in diesem Bereich? Welche Materialien und Oberflächen sind möglich? Welche Projekte gibt es dazu? Wie Sie diese Texte in der Sprache Ihrer Kunden schreiben, beschreibt der Artikel Website-Texte für Handwerksbetriebe.

2. Projekte mit Kontext statt einer reinen Bildergalerie

Fotos eigener Arbeiten sind für eine Schreinerei das stärkste Argument. Eine Galerie mit zwanzig Bildern ohne Text verschenkt aber viel davon. Besser ist eine kurze Projektbeschreibung zu jedem ausgewählten Projekt:

  • Was wollte der Kunde, und wo lag die Herausforderung (Dachschräge, schiefe Wände, wenig Platz)?
  • Welches Holz und welche Oberfläche wurden verwendet, zum Beispiel Eiche geölt oder weiß lackiert?
  • Wo wurde gebaut, etwa in welchem Ort im Einzugsgebiet?

So erkennt ein Besucher sein eigenes Vorhaben wieder. Eine aussagekräftige Bildbeschreibung (Alt-Text) hilft zudem Suchmaschinen, das Bild einzuordnen. Ein Beispiel: Ein Interessent mit einer verwinkelten Altbauwohnung sieht ein Projekt mit derselben Situation und weiß sofort, dass die Werkstatt so etwas kann.

3. Werkstatt, Material und Handwerk zeigen

Eine Maßanfertigung muss sich gegen das Möbelhaus behaupten. Der Unterschied wird greifbar, wenn Kunden sehen, wie und womit gearbeitet wird: die Werkstatt, die Holzauswahl, Musterplatten für Oberflächen, die Montage vor Ort. Zeigen Sie auch die Menschen, die die Arbeit machen.

Wichtig ist der Ton. Schreiben Sie nicht „höchste Qualität“, sondern was Qualität bei Ihnen konkret heißt: zum Beispiel massive Kanten statt Folie, passgenaues Aufmaß vor Ort oder Beschläge, die auf Jahre ausgelegt sind. Konkrete Aussagen sind glaubwürdiger als Superlative.

4. Den Ablauf vom Aufmaß bis zur Montage erklären

Viele Interessenten wissen nicht, wie ein Auftrag bei einer Schreinerei abläuft. Diese Unsicherheit hält sie von der Anfrage ab. Eine kurze Ablauf-Darstellung nimmt sie:

  1. Erstes Gespräch und Besichtigung vor Ort
  2. Aufmaß
  3. Entwurf oder Zeichnung und Angebot
  4. Fertigung in der Werkstatt
  5. Lieferung und Montage

Ergänzen Sie, was der Kunde bei jedem Schritt beitragen muss und wann er Entscheidungen trifft. Zeitangaben nennen Sie nur, wenn Sie sie verlässlich einhalten können. Wie ein klarer Ablauf auf einer Website aussehen kann, zeigt die Seite So arbeite ich.

5. Ein Anfrageweg, der nach den richtigen Angaben fragt

Ein Formular mit „Name, E-Mail, Nachricht“ liefert oft Anfragen, auf die erst einmal Rückfragen folgen. Für eine Schreinerei ist es hilfreicher, gezielt nachzufragen:

  • Um welches Vorhaben geht es (Schrank, Küche, Treppe, Tür, Sonstiges)?
  • Ungefähre Maße, soweit bekannt
  • Fotos des Raums oder der Situation (Upload-Feld)
  • Ort des Einbaus
  • Gewünschter Zeitraum

Dazu gehört eine Telefonnummer, die sich am Smartphone direkt antippen lässt, und ein Satz dazu, wann Sie zurückrufen. Pflichtfelder sollten Sie auf das Nötigste begrenzen, damit niemand abbricht. Wer Fotos hochladen lässt, sollte in der Datenschutzerklärung erklären, wie damit umgegangen wird.

6. Echte Kundenstimmen dort, wo die Entscheidung fällt

Kundenstimmen wirken, weil sie von jemandem kommen, der die Werkstatt schon beauftragt hat. Am stärksten sind sie direkt am passenden Projekt: Die Stimme zur Küche steht auf der Küchenseite, nicht auf einer separaten Seite, die kaum jemand öffnet.

Ein paar Grundregeln:

  • Nur echte Stimmen verwenden und vorher die Erlaubnis einholen, Namen oder Ort zu nennen.
  • Lieber konkrete Sätze als allgemeines Lob. „Der Schrank passt millimetergenau in die Schräge“ sagt mehr als „Alles super“.
  • Auf Bewertungen im Google-Unternehmensprofil verweisen und Kunden nach dem Auftrag aktiv um eine Bewertung bitten.

Gefälschte oder gekaufte Bewertungen sind nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig — und sie fallen Kunden oft auf.

7. Lokal gefunden werden: Ort, Begriffe und Google-Profil

Die meisten Kunden suchen eine Schreinerei in ihrer Nähe. Dafür braucht die Website klare lokale Signale: den Standort der Werkstatt, das Einzugsgebiet mit den Orten, in denen Sie regelmäßig arbeiten, und vollständige Kontaktdaten.

Achten Sie auf die Begriffe Ihrer Region. Im Süden Deutschlands sucht man meist nach „Schreiner“, im Norden eher nach „Tischler“. Verwenden Sie das Wort, das Ihre Kunden benutzen, und erwähnen Sie das andere an passender Stelle. Ergänzend sollte das Google-Unternehmensprofil vollständig gepflegt sein. Wie das geht, beschreibt der Artikel Google-Unternehmensprofil optimieren.

Was Sie jetzt tun können

Gehen Sie Ihre heutige Website mit diesen Fragen durch:

  • Gibt es für Ihre drei wichtigsten Leistungen je eine eigene Seite?
  • Sind die besten Projekte mit Text, Material und Ort beschrieben?
  • Versteht ein Laie, wie ein Auftrag bei Ihnen abläuft?
  • Fragt das Anfrageformular nach Maßen, Fotos und Zeitraum?
  • Stehen echte Kundenstimmen neben den passenden Projekten?

Wenn Sie bei mehreren Punkten zögern, lohnt sich ein genauer Blick. Welche Bausteine ich für Handwerksbetriebe umsetze, steht unter Leistungen. Für eine persönliche Einschätzung Ihres Auftritts schreiben Sie mir über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Was gehört auf die Website einer Schreinerei?

Eigene Seiten für die wichtigsten Leistungen, beschriebene Projekte mit Fotos, eine Erklärung des Ablaufs, echte Kundenstimmen, ein Anfrageformular mit gezielten Feldern und vollständige Kontakt- und Standortangaben.

Sollte eine Schreinerei Preise auf der Website nennen?

Bei Maßanfertigungen sind feste Preise selten seriös möglich, weil Maße, Material und Aufwand stark variieren. Hilfreicher ist es zu erklären, wovon der Preis abhängt und wie Kunden zu einem Angebot kommen.

Schreiner oder Tischler — welchen Begriff sollte ich verwenden?

Den Begriff, den Ihre Kunden in der Region verwenden. Im Süden ist „Schreiner“ üblich, im Norden „Tischler“. Der jeweils andere Begriff kann an passender Stelle im Text vorkommen.

Reicht eine Bildergalerie als Referenz?

Fotos sind wichtig, aber erst eine kurze Beschreibung mit Ausgangslage, Material und Ort macht daraus eine überzeugende Referenz. Sie hilft Besuchern, ihr eigenes Vorhaben wiederzuerkennen.

  • Schreinerei
  • Website
  • Anfragen
  • Referenzen

Nächster Schritt

Wie steht Ihre Website da?

Ein kurzer Satz reicht — ich schaue mir Ihren Auftritt an und antworte persönlich.