SEO & Sichtbarkeit · Für Schreinereien
Google-Unternehmensprofil für Schreinereien: 8 Schritte, damit Kunden in der Nähe Sie finden
Wer „Schreiner in der Nähe“ sucht, sieht zuerst die Karte mit den Google-Profilen. Acht Schritte, mit denen eine Schreinerei ihr Profil so aufstellt, dass es die richtigen Anfragen bringt.
Kurz gesagt: Ein gutes Google-Unternehmensprofil für Schreinereien beginnt mit der passenden Kategorie, dem echten Firmennamen und einem ehrlich angegebenen Einzugsgebiet. Darauf bauen Leistungen in den Worten der Kunden, eine klare Beschreibung, echte Werkstatt- und Projektfotos, regelmäßig eingeholte Bewertungen und eine saubere Verbindung zur Website auf. Diese acht Schritte sorgen dafür, dass Kunden aus der Umgebung Sie finden und wissen, wofür sie anfragen können.
Wer einen Einbauschrank für die Dachschräge, eine neue Treppe oder eine Küche nach Maß plant, sucht meist mit dem Smartphone und dem Zusatz „in der Nähe“ oder dem eigenen Ort. Google zeigt dann oft zuerst eine Karte mit mehreren Betrieben. Ob Ihre Schreinerei dort auftaucht und angeklickt wird, entscheidet zu einem großen Teil das Google-Unternehmensprofil. Die Grundlagen beschreibt der Artikel Google-Unternehmensprofil optimieren; hier geht es um das, was für eine Schreinerei besonders zählt.
1. Die Hauptkategorie: Schreiner oder Tischler
Die Hauptkategorie sagt Google, was Ihr Betrieb im Kern ist. Sie gehört zu den wichtigsten Angaben im Profil. Geben Sie im Kategoriefeld „Schreiner“ und „Tischler“ ein und sehen Sie nach, welche Vorschläge erscheinen. Wählen Sie den Begriff, der Ihr Hauptgeschäft am besten beschreibt und den Ihre Kunden verwenden: im Süden meist Schreiner, im Norden eher Tischler.
Zusätzliche Kategorien sind sinnvoll, wenn sie einen echten Schwerpunkt abbilden, etwa Küchen, Treppen, Fenster und Türen oder Möbel. Prüfen Sie dabei die Vorschläge, die Google anbietet, statt frei zu formulieren. Eine Kategorie, die nur am Rand zu Ihrem Betrieb passt, bringt Anfragen, die Sie dann absagen müssen.
2. Der echte Firmenname, ohne Zusätze
Tragen Sie den Namen ein, unter dem der Betrieb auch auf Schild, Fahrzeug, Rechnung und Website auftritt. Zusätze wie „Schreinerei Muster – Küchen, Treppen, Einbauschränke am Bodensee“ wirken verlockend, verstoßen aber gegen die Richtlinien von Google. Im schlimmsten Fall wird das Profil gesperrt.
Die Leistungen und den Ort bringen Sie an anderer Stelle unter: in Kategorien, Leistungen, Beschreibung und Einzugsgebiet. Dort sind sie erlaubt und genauso wirksam.
3. Werkstatt-Adresse oder Einzugsgebiet
Hier unterscheiden sich Schreinereien stark. Manche haben eine Ausstellung oder empfangen Kunden in der Werkstatt, um Holzmuster und Beschläge zu zeigen. Andere arbeiten fast nur beim Kunden vor Ort und möchten nicht, dass Besucher unangemeldet vor der Halle stehen.
- Kunden kommen zu Ihnen: Zeigen Sie die Adresse an und tragen Sie die Zeiten ein, zu denen jemand da ist. Gilt „Besuch nach Vereinbarung“, schreiben Sie das in die Beschreibung.
- Sie arbeiten beim Kunden: Blenden Sie die Adresse aus und legen Sie ein Einzugsgebiet mit den Orten oder Landkreisen fest, in denen Sie tatsächlich montieren.
Bleiben Sie beim Einzugsgebiet realistisch. Ein zu weit gezogener Kreis bringt keine bessere Platzierung in entfernten Orten, aber Anfragen, für die sich die Anfahrt nicht lohnt.
4. Leistungen in den Worten der Kunden
Im Bereich Leistungen können Sie einzelne Angebote eintragen und kurz beschreiben. Nutzen Sie dafür die Begriffe, mit denen Kunden suchen, nicht die Fachsprache der Werkstatt. Für eine Schreinerei sind das zum Beispiel:
- Einbauschrank und Schrank für die Dachschräge
- Küche nach Maß
- Holztreppe und Treppenrenovierung
- Innentüren und Haustüren
- Fenster aus Holz oder Holz-Aluminium
- Möbel nach Maß, etwa Garderoben oder Badmöbel
- Innenausbau und Ladenbau
- Möbelreparatur und Restaurierung
Tragen Sie nur ein, was Sie wirklich anbieten. Zu jeder wichtigen Leistung sollte es auf Ihrer Website eine eigene Seite geben, auf die Sie im Profil oder in Beiträgen verweisen können. Wie diese Seiten aufgebaut sind, zeigt der Artikel Website für Schreiner.
5. Eine Beschreibung, die die Werkstatt erkennbar macht
Die Unternehmensbeschreibung hat nur begrenzt Platz. Nutzen Sie ihn für das, was Ihre Schreinerei von anderen unterscheidet: Was bauen Sie hauptsächlich, für wen, in welcher Region, und was ist an Ihrer Arbeit besonders? Das kann die eigene Fertigung sein, ein Schwerpunkt auf Massivholz, die Planung mit 3D-Ansichten oder die Montage durch das eigene Team.
Schreiben Sie ganze Sätze statt einer Liste von Suchbegriffen. Ein Beispiel für den Aufbau: „Schreinerei in dritter Generation in [Ort]. Wir planen und bauen Einbauschränke, Küchen und Treppen nach Maß und montieren mit eigenem Team im Umkreis von [Region]. Werkstattbesuch nach Vereinbarung.“ Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre echten Angaben und schreiben Sie nur, was zutrifft.
6. Fotos aus Werkstatt und von fertigen Projekten
Bei Maßarbeit wollen Kunden sehen, was entsteht und wer es baut. Fotos sind im Profil deshalb mehr als Dekoration. Sinnvoll sind:
- fertige Projekte beim Kunden, in mehreren Ansichten
- Details wie Kanten, Fugen, Beschläge und Holzoberflächen
- die Werkstatt mit Maschinen und Material
- das Team bei der Arbeit oder bei der Montage
- ein gut erkennbares Foto des Gebäudes, wenn Kunden zu Ihnen kommen
Laden Sie neue Fotos nach und nach hoch, zum Beispiel nach jedem abgeschlossenen Auftrag, statt einmal einen großen Stapel. Fragen Sie vorher, ob der Kunde mit Fotos aus seinen Räumen einverstanden ist. Wie gute Aufnahmen mit einfachen Mitteln gelingen, beschreibt der Artikel Schreinerei-Projekte fotografieren.
7. Bewertungen nach der Montage einholen und beantworten
Der beste Zeitpunkt für die Bitte um eine Bewertung ist kurz nach der Übergabe, wenn der Kunde den neuen Schrank oder die Treppe gerade benutzt und zufrieden ist. Machen Sie es ihm leicht: Im Profil finden Sie einen Link, über den Kunden direkt zum Bewertungsformular kommen. Er passt in die Abschlussmail, auf die Rechnung oder als QR-Code auf eine kleine Karte, die Sie bei der Montage dalassen.
Google untersagt, Bewertungen gegen Rabatte oder Geschenke einzuholen oder nur zufriedene Kunden gezielt zu fragen. Bitten Sie deshalb alle Kunden gleichermaßen. Beantworten Sie Bewertungen sachlich und persönlich, auch die kritischen. Wie Sie Stimmen zusätzlich auf der Website nutzen, zeigt der Beitrag Kundenstimmen auf der Website.
8. Beiträge und Website miteinander verbinden
Über Beiträge im Profil zeigen Sie, dass der Betrieb aktiv ist: ein fertiges Projekt, ein neuer Schwerpunkt, Betriebsferien zwischen den Jahren. Verlinken Sie jeden Beitrag auf die passende Seite Ihrer Website, etwa die Referenz oder die Leistungsseite.
Prüfen Sie außerdem, dass Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten im Profil genau mit den Angaben auf der Website übereinstimmen. Der Website-Link im Profil darf auch auf eine Seite führen, die Profilbesucher direkt abholt, etwa eine Übersicht Ihrer Leistungen mit einem klaren Weg zur Anfrage.
Was Sie jetzt tun können
- Öffnen Sie Ihr Profil und prüfen Sie Hauptkategorie und Firmennamen.
- Entscheiden Sie, ob die Werkstatt-Adresse sichtbar sein soll, und passen Sie das Einzugsgebiet an die Orte an, in denen Sie wirklich arbeiten.
- Tragen Sie Ihre fünf wichtigsten Leistungen mit kurzer Beschreibung ein.
- Laden Sie Fotos der letzten drei abgeschlossenen Projekte hoch.
- Legen Sie den Bewertungslink in Ihre Abschlussmail oder auf eine Karte für die Montage.
Ein gepflegtes Profil führt Interessenten auf Ihre Website. Damit sie dort weiterlesen und anfragen, beschreibt die Seite Website für Schreinerei, was ich für Schreinereien umsetze. Profil und Website gehören bei mir zu den Leistungen für lokale Sichtbarkeit; für Betriebe aus der Region gibt es die Seite Webdesign am Bodensee. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Profil und Ihre Website zusammenspielen, schreiben Sie mir über die Kontaktseite.
Häufige Fragen
Soll ich als Kategorie Schreiner oder Tischler wählen?
Wählen Sie den Begriff, der Ihr Hauptgeschäft beschreibt und den Ihre Kunden in der Region verwenden: im Süden meist Schreiner, im Norden eher Tischler. Das andere Wort können Sie in Beschreibung und Website-Texten erwähnen.
Braucht eine Schreinerei ein Profil, wenn Kunden nie in die Werkstatt kommen?
Ja. Sie können die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben. So erscheinen Sie bei Suchen aus diesen Orten, ohne dass die Werkstatt öffentlich als Anlaufstelle gezeigt wird.
Darf ich Orte und Leistungen in den Firmennamen schreiben?
Nein, der Name im Profil soll dem echten Firmennamen entsprechen. Zusätze mit Leistungen oder Orten verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können zur Sperrung führen. Leistungen und Einzugsgebiet gehören in die dafür vorgesehenen Felder.