Tipps & Tricks
Website-Texte für Handwerksbetriebe: 7 Regeln für mehr Anfragen
Gute Website-Texte im Handwerk klingen nicht nach Werbung, sondern beantworten die Fragen, die Kunden vor dem ersten Anruf haben. Sieben Regeln, die Sie sofort anwenden können.
Kurz gesagt: Website-Texte für Handwerksbetriebe funktionieren dann, wenn sie in der Sprache der Kunden konkret beantworten, was Sie machen, wo Sie arbeiten, wie ein Auftrag abläuft und wie man Sie erreicht. Allgemeine Werbesätze wie „Qualität ist unser Anspruch“ überzeugen niemanden, weil jeder Mitbewerber sie ebenso schreiben könnte. Die folgenden sieben Regeln helfen, das zu vermeiden.
1. Mit dem Ergebnis für den Kunden beginnen, nicht mit dem Betrieb
Viele Startseiten beginnen mit der Firmengeschichte oder einer Begrüßung. Interessenten suchen aber zuerst eine Antwort auf ihr Problem: ein undichtes Dach, ein veraltetes Bad, eine Fassade, die gestrichen werden muss. Der erste Satz sollte deshalb sagen, was Sie für wen und in welcher Region erledigen. Die Firmengeschichte ist wertvoll — sie gehört aber weiter nach unten oder auf eine eigene Seite. Wie wichtig dieser erste Eindruck ist, beschreibt auch Punkt 3 der 7 Anzeichen für eine veraltete Website.
Beispiel: Statt „Herzlich willkommen bei Müller Bedachungen“ besser „Dachsanierung, Reparaturen und Dachfenster für Privathäuser im Westallgäu“.
2. Die Sprache der Kunden verwenden
Fachbegriffe sind im Betrieb selbstverständlich, für Kunden aber oft unklar. Wer „WDVS“ schreibt, sollte erklären, dass es um ein Wärmedämmverbundsystem für die Fassade geht. Gleichzeitig lohnt es sich, die Begriffe zu verwenden, die Kunden selbst in die Google-Suche eingeben — etwa „Bad renovieren“ statt nur „Sanitärinstallation“. Beides zusammen macht Texte verständlich und hilft Suchmaschinen, die Seite der richtigen Suchanfrage zuzuordnen.
3. Jede Leistung auf einer eigenen Seite erklären
Eine einzige Seite „Leistungen“ mit zehn Stichpunkten beantwortet keine Frage richtig. Besser ist eine eigene Unterseite für jede wichtige Leistung, die erklärt, wann sie sinnvoll ist, wie der Ablauf aussieht und was der Kunde vorbereiten kann. Solche Seiten sind für Interessenten hilfreicher und haben bessere Chancen, bei spezifischen Suchanfragen gefunden zu werden. Welche Seitenbausteine typischerweise zu einer Handwerker-Website gehören, habe ich unter Leistungen zusammengefasst.
4. Konkret statt austauschbar schreiben
Sätze wie „Wir arbeiten zuverlässig, termingerecht und sauber“ stehen auf unzähligen Websites. Glaubwürdig werden solche Aussagen erst durch Details: wie Sie Baustellen abdecken, wer der feste Ansprechpartner ist, wie Sie Termine bestätigen. Konkrete Angaben lassen sich überprüfen — und genau das schafft Vertrauen.
Prüffrage: Könnte ein Mitbewerber diesen Satz unverändert auf seine eigene Website übernehmen? Wenn ja, fehlt ein konkretes Detail.
5. Den Ablauf eines Auftrags beschreiben
Für viele Kunden ist die größte Hürde nicht der Preis, sondern die Unsicherheit: Kommt jemand zur Besichtigung? Wie lange dauert es bis zum Angebot? Muss ich während der Arbeiten zu Hause sein? Ein kurzer Abschnitt, der den Ablauf in drei bis fünf Schritten beschreibt, beantwortet diese Fragen, bevor sie gestellt werden. Wie so eine Ablaufbeschreibung aussehen kann, zeigt die Seite Ablauf auf dieser Website.
6. Echte Projekte zeigen und kurz beschreiben
Referenzen sind für Handwerksbetriebe meist der stärkste Vertrauensbeweis. Ein gutes Projektbeispiel besteht aus wenigen Sätzen: Ausgangslage, was gemacht wurde, Ergebnis — dazu eigene Fotos. Dabei gilt: nur reale Projekte, keine geschönten Darstellungen. Wie ehrliche Referenzen mit klarer Angabe des eigenen Beitrags aussehen, sehen Sie auf meiner Referenzseite.
7. Am Ende jeder Seite einen klaren nächsten Schritt anbieten
Jede Seite sollte damit enden, was der Leser jetzt tun kann: anrufen, eine kurze Anfrage schicken oder einen Besichtigungstermin vereinbaren. Ein einziger, klar formulierter Kontaktweg wirkt dabei besser als fünf gleichrangige Buttons. Wichtig ist, dass die Telefonnummer auf dem Smartphone direkt antippbar ist und das Formular nur die Angaben abfragt, die für eine erste Rückmeldung wirklich nötig sind.
So setzen Sie die Regeln um
Nehmen Sie sich zuerst die Startseite und die Seite Ihrer wichtigsten Leistung vor. Lesen Sie beide Texte laut vor und streichen Sie jeden Satz, der auch auf der Website eines Mitbewerbers stehen könnte. Ersetzen Sie ihn durch ein konkretes Detail aus Ihrem Betrieb. Dieselben Formulierungen können Sie anschließend für Ihr Google-Unternehmensprofil nutzen, damit Website und Profil einheitlich auftreten.
Texte, Struktur und SEO gehören bei Kalkbrennerei zu jeder Website dazu. Wenn Sie eine Einschätzung zu Ihren bestehenden Texten möchten, schreiben Sie mir über das Kontaktformular.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Website-Text für eine Leistungsseite sein?
Eine feste Wortzahl gibt es nicht. Ein Text ist lang genug, wenn er die typischen Fragen eines Kunden zu dieser Leistung beantwortet: was gemacht wird, für wen es sinnvoll ist, wie der Ablauf aussieht und wie man anfragt.
Darf ich Website-Texte mit KI schreiben lassen?
Ja, als Entwurf. Die konkreten Details zu Ihrem Betrieb, Ihren Projekten und Ihrer Arbeitsweise kennt aber nur Ihr Betrieb — ohne sie bleiben KI-Texte austauschbar. Jeder Text sollte vor der Veröffentlichung fachlich geprüft werden.
Soll ich Kunden auf der Website duzen oder siezen?
Das hängt von Ihrer Zielgruppe und Ihrem Auftreten im Alltag ab. Entscheidend ist, dass die Ansprache auf der ganzen Website einheitlich ist und zu der Art passt, wie Sie auch am Telefon und auf der Baustelle mit Kunden sprechen.