Website-Strategie · Für Fliesenleger
Website für Fliesenleger: 10 Inhalte, die Bad- und Bodenkunden überzeugen
Wer ein Bad oder einen Boden fliesen lässt, will vorher sehen, wie sauber gearbeitet wird und wie der Auftrag abläuft. Zehn Inhalte, die eine Website für Fliesenleger dafür braucht.
Kurz gesagt: Eine gute Website für Fliesenleger zeigt eigene Arbeiten im Detail, erklärt jede Leistung auf einer eigenen Seite und beantwortet die Fragen, die Kunden vor der Anfrage haben: Wie läuft eine Badsanierung ab, wer koordiniert die anderen Gewerke, kann ich die Fliesen selbst aussuchen? Dazu kommen ein Anfrageformular mit Fläche, Fotos und Zeitraum sowie klare lokale Angaben. Diese zehn Inhalte machen aus Besuchern Kunden, die gut vorbereitet anfragen.
Fliesenarbeiten bleiben Jahrzehnte sichtbar. Eine schiefe Fuge oder eine undichte Dusche ärgert jeden Tag. Kunden wissen das und suchen deshalb nicht den erstbesten Betrieb, sondern einen, dem sie die Arbeit zutrauen. Die Website ist meist der erste Ort, an dem sie das prüfen.
1. Eine eigene Seite für jede Leistung
Kunden suchen nach ihrem Vorhaben, nicht nach dem Beruf. Typische Suchen lauten „Bad fliesen lassen“, „bodengleiche Dusche nachrüsten“, „großformatige Fliesen verlegen“ oder „Terrasse mit Feinsteinzeug“. Eine einzige Seite mit der Aufzählung „Bad, Küche, Boden, Terrasse“ passt zu keiner dieser Suchen gut.
Sinnvolle Leistungsseiten für einen Fliesenlegerbetrieb sind zum Beispiel:
- Badsanierung und Bad fliesen
- Bodengleiche Duschen
- Bodenfliesen im Wohnbereich, auch großformatig
- Terrassen und Balkone
- Naturstein
- Reparaturen und Fugensanierung
Jede Seite erklärt kurz, was Sie in diesem Bereich machen, welche Materialien und Formate möglich sind, und zeigt passende Projekte.
2. Die Begriffe Ihrer Kunden verwenden
Der Ausbildungsberuf heißt offiziell Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Gesucht wird fast immer nach „Fliesenleger“. In der Schweiz ist „Plattenleger“ üblich, was für Betriebe am Bodensee oder an der Grenze eine Rolle spielt, wenn sie dort Kunden haben.
Schreiben Sie in der Sprache, die Kunden verwenden: „Fliesen“ statt „keramische Beläge“, „Dusche ohne Stufe“ zusätzlich zu „bodengleich“. Fachbegriffe wie Feinsteinzeug oder Verbundabdichtung dürfen vorkommen, wenn Sie sie in einem Satz erklären. Wie das bei Website-Texten gelingt, beschreibt der Artikel Website-Texte für Handwerksbetriebe.
3. Projekte mit Format, Material und Verlegebild zeigen
Ein Foto vom fertigen Bad ist gut. Besser ist ein Projekt mit kurzen Angaben: Raum und Ausgangslage, Fliesenformat und Material, Verlegemuster, Besonderheiten wie Gefälle, Nischen oder schwierige Ecken.
Ein Beispiel für so eine Beschreibung: „Gäste-WC im Altbau, schiefe Wände, Wandfliesen 30 × 60 im Halbverband, Fugen auf die Waschtischkante ausgerichtet.“ Ein Interessent mit ähnlichem Altbau erkennt sofort, dass Ihr Betrieb so etwas kann.
Fotografieren Sie bei Tageslicht und gerade von vorn. Schräge Aufnahmen lassen saubere Fugen krumm wirken.
4. Details fotografieren, die Qualität belegen
Bei Fliesen zeigt sich Qualität im Detail. Gerade diese Bilder fehlen auf vielen Websites:
- durchgehende Fugen über Ecken und Wandwechsel hinweg
- Anschlüsse an Fenster, Türzargen und Duschrinne
- saubere Silikonfugen
- Gehrungen und Kantenschutz an Außenecken
- Übergänge zwischen zwei Belägen
Zeigen Sie auch Zwischenschritte, etwa die Abdichtung vor dem Fliesen oder einen ausgeglichenen Untergrund. Diese Arbeit verschwindet später unter dem Belag, ist für die Haltbarkeit aber entscheidend. Wie Sie solche Bilder zusammen mit Kundenstimmen einsetzen, beschreibt der Artikel Kundenstimmen auf der Website.
5. Abdichtung und Untergrund verständlich erklären
Viele Kunden wissen nicht, dass in Duschen und anderen Nassbereichen eine Abdichtung unter die Fliesen gehört. Für Innenräume beschreibt die Norm DIN 18534, wie solche Abdichtungen ausgeführt werden. Kunden müssen die Norm nicht kennen. Sie sollten aber verstehen, warum ein Angebot mit fachgerechter Abdichtung höher ausfallen kann als eines ohne.
Ein kurzer Abschnitt auf der Bad-Seite genügt: Was ist eine Abdichtung, wo ist sie nötig, und warum lohnt sich hier keine Abkürzung? Dasselbe gilt für den Untergrund. Wenn alte Fliesen entfernt, Wände begradigt oder Estrich geprüft werden muss, erklären Sie, warum das zum Auftrag gehört.
6. Den Ablauf einer Badsanierung beschreiben
Bei einer Badsanierung arbeiten meist mehrere Gewerke zusammen: Sanitär, Elektro, manchmal Trockenbau und Maler. Kunden fragen sich, wer das koordiniert und wie lange das Bad nicht nutzbar ist.
Sagen Sie klar, was Sie anbieten:
- Nur die Fliesenarbeiten, abgestimmt mit dem Sanitärbetrieb des Kunden
- Oder das Bad aus einer Hand mit festen Partnerbetrieben
Beschreiben Sie dann die Schritte vom ersten Termin über Rückbau, Installation, Abdichtung und Fliesen bis zur Endmontage. Zeitangaben nennen Sie nur, wenn Sie sie verlässlich einhalten können. Wie SHK-Betriebe denselben Ablauf aus ihrer Sicht darstellen, zeigt der Artikel Badsanierung: Ablauf und Projekte.
7. Die Frage nach den Fliesen beantworten
Eine der häufigsten Fragen vor der Anfrage: Wo suche ich die Fliesen aus, und darf ich sie selbst kaufen? Beantworten Sie das offen.
- Haben Sie eine eigene Ausstellung oder arbeiten Sie mit einem Fliesenhandel zusammen, bei dem Kunden bemustern können?
- Verlegen Sie auch Fliesen, die der Kunde selbst besorgt? Wenn ja, unter welchen Bedingungen, etwa bei Gewährleistung oder Mehrmengen für Verschnitt?
- Beraten Sie zu Format, Rutschhemmung und Pflegeaufwand?
Eine klare Antwort erspart Ihnen Telefonate und zeigt, dass Sie die Bedenken der Kunden kennen.
8. Ein Anfrageformular mit den richtigen Feldern
„Name, E-Mail, Nachricht“ führt fast immer zu Rückfragen. Für Fliesenarbeiten hilft ein Formular, das gezielt fragt:
- Welcher Raum oder Bereich (Bad, Dusche, Boden, Terrasse, Sonstiges)?
- Ungefähre Fläche in Quadratmetern, falls bekannt
- Muss ein alter Belag entfernt werden?
- Sind die Fliesen schon ausgesucht?
- Fotos vom aktuellen Zustand (Upload-Feld)
- Ort und gewünschter Zeitraum
Halten Sie die Pflichtfelder knapp und bieten Sie zusätzlich eine Telefonnummer an, die sich am Smartphone antippen lässt. Wie sich mit Fotos vorab eine erste Einschätzung geben lässt, beschreibt der Artikel Anfragen mit Fotos am Beispiel von Malerbetrieben. Das Prinzip gilt für Fliesenleger genauso.
9. Erklären, wovon der Preis abhängt
Feste Preise auf der Website sind bei Fliesenarbeiten selten seriös, weil Untergrund, Format und Aufwand stark schwanken. Kunden wollen aber verstehen, warum zwei Angebote unterschiedlich ausfallen. Nennen Sie die Faktoren:
- Zustand des Untergrunds und nötiger Rückbau
- Fliesenformat: Großformate brauchen einen sehr ebenen Untergrund und mehr Handling
- Verlegemuster, zum Beispiel Fischgrät oder Diagonal
- Abdichtung in Nassbereichen
- Zuschnitte, Nischen, Ecken und Kanten
So wirkt Ihr Angebot nachvollziehbar, auch wenn es nicht das günstigste ist.
10. Lokal gefunden werden und Fachkräfte ansprechen
Die meisten Kunden suchen einen Fliesenleger in ihrer Nähe. Nennen Sie Standort, Einzugsgebiet und die Orte, in denen Sie regelmäßig arbeiten. Pflegen Sie zusätzlich das Google-Unternehmensprofil mit der passenden Hauptkategorie und echten Projektfotos. Wie das geht, steht im Artikel Google-Unternehmensprofil optimieren.
Dieselbe Website hilft bei der Suche nach Fliesenlegern und Auszubildenden. Wer Ihre Projekte, Ihr Team und Ihre Baustellen sieht, kann sich die Arbeit vorstellen. Eine eigene Karriereseite mit Ansprechpartner und einfachem Bewerbungsweg gehört deshalb dazu. Was sie enthalten sollte, beschreibt der Artikel Azubis über die Website finden.
Was Sie jetzt tun können
Herbst und Winter sind die Zeit für Innenarbeiten und für die Planung von Bädern im neuen Jahr. Viele Kunden vergleichen genau jetzt Betriebe. Prüfen Sie Ihre Website mit diesen Fragen:
- Gibt es für Bad, Boden und Terrasse je eine eigene Seite?
- Zeigen Ihre Projekte Format, Material und Details statt nur Gesamtansichten?
- Erklären Sie Abdichtung und Ablauf in einfachen Worten?
- Beantworten Sie, wo Kunden Fliesen aussuchen und ob sie eigene mitbringen dürfen?
- Fragt Ihr Formular nach Fläche, Fotos und Zeitraum?
Wenn Sie bei mehreren Punkten zögern, lohnt sich ein genauer Blick. Was ich für Handwerksbetriebe umsetze, beschreibt die Seite Website für Handwerker. Für Betriebe am See gibt es eine eigene Übersicht unter Webdesign am Bodensee. Eine persönliche Einschätzung Ihres Auftritts bekommen Sie über das Kontaktformular.
Häufige Fragen
Was gehört auf die Website eines Fliesenlegers?
Eigene Seiten für die wichtigsten Leistungen, Projekte mit Format, Material und Detailfotos, eine Erklärung von Abdichtung und Ablauf, Antworten zur Fliesenauswahl, ein Anfrageformular mit Fläche und Fotos sowie Standort und Einzugsgebiet.
Sollte ein Fliesenleger Quadratmeterpreise auf der Website nennen?
Pauschale Quadratmeterpreise führen oft zu falschen Erwartungen, weil Untergrund, Format und Abdichtung den Aufwand stark verändern. Besser ist es, die Preisfaktoren zu erklären und zu sagen, welche Angaben Sie für ein Angebot brauchen.
Welche Fotos wirken bei Fliesenarbeiten am besten?
Gerade aufgenommene Gesamtansichten bei Tageslicht und dazu Detailbilder von Fugen, Ecken, Anschlüssen und Übergängen. Fotos von der Abdichtung oder vom vorbereiteten Untergrund zeigen Sorgfalt, die später unsichtbar ist.
Fliesenleger oder Plattenleger: welcher Begriff ist richtig?
In Deutschland suchen Kunden fast immer nach „Fliesenleger“, in der Schweiz ist „Plattenleger“ üblich. Verwenden Sie den Begriff Ihrer Kunden und erwähnen Sie den anderen dort, wo er für Ihr Einzugsgebiet relevant ist.