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Mehr Anfragen als Zimmerei: 6 Wege, in der Region online gefunden zu werden

Wer einen Dachstuhl, eine Aufstockung oder ein Carport plant, sucht die Zimmerei online in seiner Region. Sechs Wege, mit denen Zimmereien dort gefunden werden und Anfragen bekommen, die zum Betrieb passen.

Kurz gesagt: Mehr Anfragen als Zimmerei entstehen, wenn Interessenten den Betrieb bei der Suche nach ihrem konkreten Vorhaben in der Region finden und auf der Website sofort sehen, dass er genau das baut. Dafür braucht es eigene Seiten für die wichtigsten Leistungen, ein klar benanntes Einzugsgebiet, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, dokumentierte Projekte und ein Anfrageformular, das die Angaben für eine erste Einschätzung abfragt. Wer diese sechs Punkte umsetzt, wird häufiger gefunden und bekommt besser vorbereitete Anfragen.

Ein Zimmerei-Auftrag ist für die meisten Bauherren eine große, seltene Entscheidung: ein neuer Dachstuhl, eine Aufstockung, ein Anbau in Holzbauweise. Entsprechend gründlich wird vorher gesucht und verglichen. Wer dabei nicht auftaucht oder nicht überzeugt, kommt gar nicht erst in die engere Wahl.

1. Eine Seite pro Leistung — mit den Begriffen, die Kunden suchen

Kunden suchen selten nur nach „Zimmerei“. Sie suchen nach ihrem Vorhaben: „Dachstuhl erneuern“, „Aufstockung Holzbau“, „Gaube nachträglich einbauen“, „Carport aus Holz“ oder „Terrassenüberdachung“. Eine Startseite, auf der alle Leistungen in einer Aufzählung stehen, passt zu keiner dieser Suchen besonders gut.

Legen Sie deshalb für jede wichtige Leistung eine eigene Seite an, zum Beispiel:

  • Dachstühle und Dachsanierung
  • Aufstockungen und Anbauten in Holzbauweise
  • Gauben und Dachfenster
  • Holzrahmenbau und Holzhäuser
  • Carports, Terrassenüberdachungen und Vordächer
  • Holzfassaden und Balkone

Achten Sie auch auf die Wörter, die in Ihrer Region üblich sind. Kunden schreiben „Zimmerei“, „Zimmermann“, „Zimmerer“ oder „Holzbau“ in die Suche. Verwenden Sie den Begriff, den Ihre Kunden benutzen, und erwähnen Sie die anderen an passender Stelle im Text. Wie solche Leistungsseiten verständlich geschrieben werden, beschreibt der Artikel Website-Texte für Handwerksbetriebe.

2. Das Einzugsgebiet klar benennen

Google zeigt bei lokalen Suchen bevorzugt Betriebe, die zum Ort der Suche passen. Eine Zimmerei arbeitet aber meist nicht nur am Firmensitz, sondern in einem Umkreis. Dieses Einzugsgebiet muss auf der Website erkennbar sein.

Nennen Sie den Standort von Betrieb und Abbundhalle mit vollständiger Adresse und die Orte, in denen Sie regelmäßig bauen. Eigene Ortsseiten lohnen sich nur, wenn sie echten Inhalt haben, etwa ein Projekt aus diesem Ort. Seiten, auf denen nur der Ortsname ausgetauscht wurde, bringen Besuchern nichts und gelten bei Google als minderwertig.

Prüffrage: Erkennt ein Bauherr aus dem Nachbarort auf Ihrer Website in wenigen Sekunden, dass Sie auch bei ihm arbeiten?

3. Das Google-Unternehmensprofil auf den Holzbau ausrichten

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der in Google Maps und in der lokalen Suche neben der Karte erscheint. Für viele Interessenten ist es der erste Kontakt mit einer Zimmerei, noch vor der Website.

Für Zimmereien sind vor allem drei Punkte wichtig:

  • Hauptkategorie: Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt. Weitere passende Kategorien können ergänzt werden.
  • Leistungen und Einzugsgebiet: Tragen Sie die Leistungen aus Punkt 1 und die Orte aus Punkt 2 auch im Profil ein, damit Website und Profil dasselbe sagen.
  • Fotos: Zeigen Sie echte Baustellen, Ihre Abbundhalle und Ihr Team statt Symbolbildern.

Die einzelnen Schritte beschreibt der Artikel Google-Unternehmensprofil optimieren ausführlich.

4. Projekte als Bauverlauf dokumentieren

Kaum ein Gewerk hat so gute Bildmotive wie die Zimmerei: der Bestand vor der Sanierung, der Abbund in der Halle, das Aufrichten mit dem Kran, das fertige Dach oder der fertige Anbau. Diese Abfolge zeigt Interessenten, wie sorgfältig gearbeitet wird, und lässt sie ihr eigenes Vorhaben wiedererkennen.

Ein gutes Projekt auf der Website hat wenige, aber aussagekräftige Angaben:

  • Ausgangslage: Was war vorhanden, was wollte der Bauherr?
  • Leistung: Was hat die Zimmerei gebaut, welche Holzart, welche Bauweise?
  • Ort: In welchem Ort im Einzugsgebiet wurde gebaut?
  • Bilder: Vorher, während des Baus und nachher.

Ein Beispiel: Eine Familie plant, ihr Einfamilienhaus aufzustocken. Auf der Website einer Zimmerei findet sie ein beschriebenes Projekt mit ähnlicher Ausgangslage, inklusive Fotos vom Aufrichten. Die Hemmschwelle für eine Anfrage sinkt deutlich, weil sie sieht, dass der Betrieb so etwas schon umgesetzt hat.

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, auf jeder Baustelle Fotos aus denselben Blickwinkeln zu machen. Eine Stimme des Bauherrn direkt am Projekt verstärkt die Wirkung; wie Sie solche Stimmen einholen, steht im Artikel Kundenstimmen auf der Website. Wie Projekte auf einer Website wirken können, zeigen auch meine eigenen Projekte.

5. Die Fragen vor der Anfrage beantworten

Bauherren haben bei Holzbau-Vorhaben typische Fragen, bevor sie sich melden. Wer sie auf der passenden Leistungsseite beantwortet, nimmt Unsicherheit und bekommt Anfragen von Menschen, die schon wissen, wie es weitergeht.

Typische Fragen sind:

  • Brauche ich für eine Aufstockung, einen Anbau oder eine Gaube eine Baugenehmigung und eine Statik?
  • Wer kümmert sich um Planung und Tragwerksplanung, und mit wem arbeitet die Zimmerei zusammen?
  • Wie läuft ein Auftrag ab, von der Besichtigung über den Abbund bis zur Montage?
  • Wie lange dauert die Montage vor Ort, und wie lange ist das Dach offen?
  • Wie weit im Voraus muss ich planen?

Bei rechtlichen Fragen genügt eine ehrliche Einordnung: Ob ein Vorhaben genehmigungspflichtig ist, hängt von der Landesbauordnung und vom Einzelfall ab. Sagen Sie, dass Sie das gemeinsam mit dem Bauherrn und gegebenenfalls einem Planer klären. Zeitangaben nennen Sie nur, wenn Sie sie verlässlich einhalten können.

6. Ein Anfrageformular, das die erste Einschätzung ermöglicht

Ein Formular mit „Name, E-Mail, Nachricht“ führt bei Zimmereien fast immer zu Rückfragen. Besser ist ein Anfrageweg, der gezielt nach den Angaben fragt, die Sie für eine erste Einschätzung brauchen:

  • Art des Vorhabens (Dachstuhl, Aufstockung, Anbau, Gaube, Carport, Sonstiges)
  • Ort der Baustelle
  • Fotos vom Bestand, zum Beispiel vom Dach oder der Fassade (Upload-Feld)
  • Vorhandene Pläne oder grobe Maße, soweit bekannt
  • Ob bereits ein Architekt oder Planer beteiligt ist
  • Gewünschter Zeitraum

Halten Sie die Pflichtfelder knapp, damit niemand abbricht, und bieten Sie zusätzlich eine Telefonnummer an, die sich am Smartphone direkt antippen lässt. Wer Fotos hochladen lässt, sollte in der Datenschutzerklärung beschreiben, wie mit den Dateien umgegangen wird.

Bietet Ihr Betrieb bei Sturmschäden Notreparaturen an, gehört das gut sichtbar auf die Website, mit einer Telefonnummer und dem Hinweis, wann Sie erreichbar sind. Bieten Sie es nicht an, schreiben Sie das ebenfalls, damit keine falschen Erwartungen entstehen.

Was Sie jetzt tun können

Herbst und Winter sind für viele Bauherren die Zeit, in der sie Vorhaben für das nächste Jahr planen und Betriebe vergleichen. Ein guter Zeitpunkt, die eigene Website zu prüfen:

  1. Suchen Sie bei Google nach Ihren drei wichtigsten Leistungen in Kombination mit Ihrem Ort und zwei Nachbarorten. Erscheint Ihr Betrieb?
  2. Prüfen Sie, ob es für jede dieser Leistungen eine eigene Seite gibt.
  3. Wählen Sie zwei abgeschlossene Projekte aus und beschreiben Sie sie mit Ausgangslage, Leistung, Ort und Bildern.
  4. Gleichen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil mit der Website ab: Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten.
  5. Ergänzen Sie das Anfrageformular um Vorhaben, Ort, Fotos und Zeitraum.

Eine Website, die gut gefunden wird, hilft übrigens auch bei der Suche nach Zimmerern und Auszubildenden: Wer Ihre Baustellen und Ihr Team online sieht, bewirbt sich eher. Welche Bausteine ich für Handwerksbetriebe umsetze, steht unter Leistungen, wie ein Projekt mit mir abläuft, unter Ablauf. Für eine Einschätzung Ihres Auftritts schreiben Sie mir über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Wie bekommt eine Zimmerei mehr Anfragen über das Internet?

Indem sie für jede wichtige Leistung eine eigene Seite anlegt, ihr Einzugsgebiet klar benennt, das Google-Unternehmensprofil pflegt und echte Projekte mit Bildern zeigt. Ein Anfrageformular mit gezielten Feldern sorgt dafür, dass aus Besuchern verwertbare Anfragen werden.

Braucht eine Zimmerei neben dem Google-Profil eine eigene Website?

Ja, in den meisten Fällen. Das Google-Unternehmensprofil sorgt für Sichtbarkeit in Maps und der lokalen Suche, die Website erklärt Leistungen, Projekte und Ablauf ausführlich und ist der Ort, an dem sich Interessenten für eine Anfrage entscheiden.

Sollte eine Zimmerei Preise auf der Website nennen?

Feste Preise sind im Holzbau selten seriös möglich, weil Bestand, Konstruktion und Material stark variieren. Hilfreicher ist es zu erklären, wovon die Kosten abhängen und welche Angaben Sie für ein Angebot brauchen.

Lohnen sich eigene Seiten für jeden Ort im Einzugsgebiet?

Nur, wenn jede Seite echten Inhalt hat, etwa ein Projekt aus diesem Ort. Reine Kopien mit ausgetauschtem Ortsnamen helfen weder Besuchern noch der Sichtbarkeit bei Google.

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Nächster Schritt

Wie steht Ihre Website da?

Ein kurzer Satz reicht — ich schaue mir Ihren Auftritt an und antworte persönlich.