Tipps & Tricks · Für Bauunternehmen
Fachkräfte finden als Bauunternehmen: 9 Inhalte für eine Karriereseite, die Bewerber überzeugt
Gute Leute am Bau haben die Wahl. Bevor sie anrufen, schauen sie sich die Website an. Neun Inhalte, mit denen eine Karriereseite für Bauunternehmen Bewerber überzeugt.
Kurz gesagt: Ein Bauunternehmen findet Fachkräfte über die Website, wenn es eine eigene Karriereseite hat, jede Stelle auf einer eigenen Seite beschreibt und offen sagt, was Bewerber erwartet: Baustellen, Einzugsgebiet, Arbeitszeiten, Bezahlung, Ausstattung und Entwicklung. Dazu kommen echte Fotos vom Team, ein Ansprechpartner mit Telefonnummer und eine Bewerbung, die am Smartphone in wenigen Minuten erledigt ist. Diese neun Inhalte machen aus einer allgemeinen Stellenanzeige eine Seite, die Maurer, Betonbauer, Poliere und Azubis wirklich anspricht.
Wer am Bau gut arbeitet, wird meist von mehreren Betrieben angesprochen. Bevor ein erfahrener Maurer oder Baugeräteführer wechselt, will er wissen, worauf er sich einlässt. Ein Satz wie „Wir suchen motivierte Mitarbeiter (m/w/d)“ im Fußbereich der Website beantwortet keine seiner Fragen.
1. Fachkräfte finden beginnt mit einer eigenen Karriereseite
Viele Bauunternehmen verstecken ihre offenen Stellen unter „Aktuelles“ oder in einem PDF. Bewerber suchen aber gezielt, etwa nach „Maurer Job“ mit dem Namen ihres Orts oder nach „Bauunternehmen Ausbildung“ in ihrer Region.
Legen Sie deshalb eine eigene Seite „Karriere“ oder „Jobs“ an, die im Hauptmenü steht. Sie bündelt alle offenen Stellen, sagt in wenigen Sätzen, wer Sie sind und wo Sie bauen, und führt zu den einzelnen Stellenseiten.
2. Jede Stelle auf einer eigenen Seite
Eine Sammelanzeige für „Maurer, Betonbauer, Bauhelfer, Polier und Azubis“ passt zu niemandem richtig. Jede Stelle bekommt besser eine eigene Seite mit eigener Überschrift:
- Maurer
- Beton- und Stahlbetonbauer
- Baugeräteführer
- Polier oder Vorarbeiter
- Bauleiter
- Auszubildende
So kann Google jede Seite einer konkreten Suche zuordnen. Zusätzlich lassen sich Stellenseiten mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting auszeichnen. Damit können sie laut Google in der Jobsuche detailliert dargestellt werden, beschrieben in der Dokumentation von Google Search Central. Wichtig ist, abgelaufene Stellen auch wieder zu entfernen.
3. Echte Baustellen und das echte Team zeigen
Stockfotos mit sauberen Helmen und gestellten Händeschütteln erkennt jeder Bauarbeiter sofort. Zeigen Sie stattdessen Ihre Leute auf Ihren Baustellen: beim Mauern, beim Betonieren, beim Richtfest, in der Mittagspause.
Gut wirken auch kurze Vorstellungen einzelner Mitarbeiter, sofern diese einverstanden sind: wie lange jemand dabei ist, was er macht, wie er angefangen hat. Ein Bewerber sieht so, mit wem er arbeiten würde. Fragen Sie vor jeder Veröffentlichung um Erlaubnis.
4. Sagen, wo und woran gebaut wird
Für Fachkräfte am Bau ist eine Frage oft entscheidend: Bin ich abends zu Hause? Beschreiben Sie Ihr Einzugsgebiet und die Art Ihrer Projekte ehrlich.
- Bauen Sie vor allem im Umkreis von Ihrem Standort, oder gibt es auch Montage mit Übernachtung?
- Wie kommen die Leute zur Baustelle: mit Firmenfahrzeug, ab Bauhof, mit eigenem Auto?
- Woran bauen Sie: Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Sanierung, Tiefbau?
Ein Bewerber, der genau das sucht, fühlt sich angesprochen. Einer, der etwas anderes sucht, spart sich und Ihnen ein Gespräch.
5. Bezahlung und Arbeitszeiten offen ansprechen
Viele Stellenanzeigen schweigen zur Bezahlung. Bewerber fragen trotzdem als Erstes danach. Wenn Sie nach Tarif bezahlen, schreiben Sie das. Wenn Sie darüber hinaus etwas bieten, nennen Sie es konkret: Zuschläge, Fahrzeug, Werkzeug, Arbeitskleidung, Zuschüsse.
Genauso wichtig sind die Arbeitszeiten: Beginn am Morgen, Freitag kürzer oder nicht, wie Überstunden ausgeglichen werden. Konkrete Angaben wirken glaubwürdiger als „attraktive Vergütung“ und „flexible Arbeitszeiten“, die in fast jeder Anzeige stehen.
6. Ehrlich über Winter und Wetter schreiben
Bau ist Saisonarbeit, und erfahrene Leute wissen das. Sie wollen trotzdem wissen, wie Sie damit umgehen. Was passiert bei Frost und Dauerregen? Gibt es Innenausbau oder Arbeiten in der Halle, die im Winter weiterlaufen? Wie werden Ausfalltage geregelt?
Wer das offen beschreibt, wirkt verlässlich. Wer es weglässt, bekommt die Frage im Gespräch ohnehin gestellt.
7. Entwicklung zeigen: vom Azubi bis zum Polier
Gute Leute bleiben, wenn sie weiterkommen. Zeigen Sie, welche Wege es in Ihrem Unternehmen gibt: vom Facharbeiter zum Vorarbeiter, zum Polier, zum Meister oder Techniker. Nennen Sie, ob Sie Weiterbildungen unterstützen, etwa Kurse, Führerscheine für Baumaschinen oder Lehrgänge.
Ein kurzes Beispiel aus dem eigenen Betrieb, mit Erlaubnis der Person, sagt mehr als jede Aufzählung: wer als Azubi angefangen hat und heute eine Kolonne führt.
8. Eine Bewerbung, die in wenigen Minuten erledigt ist
Viele Fachkräfte am Bau schreiben ungern Anschreiben. Sie bewerben sich abends vom Handy, oder gar nicht. Machen Sie es ihnen leicht:
- ein kurzes Formular mit Name, Telefonnummer, gewünschter Stelle und Erfahrung
- Lebenslauf und Zeugnisse freiwillig, nicht als Pflicht
- zusätzlich eine Telefonnummer und, wenn jemand ihn betreut, ein Messenger-Kontakt
- ein Satz dazu, wann Sie sich melden
Welche Kontaktwege sich bewähren und worauf Sie dabei achten sollten, beschreibt der Artikel Kontaktwege auf der Website.
9. Azubis, Praktikanten und Quereinsteiger ansprechen
Neben erfahrenen Fachkräften brauchen Bauunternehmen Nachwuchs. Eine eigene Ausbildungsseite spricht Schüler und Eltern direkt an: welche Ausbildungen Sie anbieten, wie ein Tag auf der Baustelle aussieht, wie man ein Praktikum macht. Wie so eine Seite aufgebaut ist, steht im Artikel Azubis über die Website finden.
Denken Sie auch an Quereinsteiger, etwa aus anderen Handwerken oder der Landwirtschaft. Ein Satz wie „Sie kommen nicht vom Bau, packen aber gern an? Rufen Sie an“ öffnet eine Tür, die viele Anzeigen verschließen.
Was Sie jetzt tun können
Der Winter ist für viele Bauleute die Zeit, in der sie über einen Wechsel zum Frühjahr nachdenken. Ein guter Moment, die eigene Karriereseite zu prüfen:
- Gibt es eine eigene Karriereseite, die im Hauptmenü steht?
- Hat jede offene Stelle eine eigene Seite mit Aufgaben, Einzugsgebiet, Arbeitszeiten und Bezahlung?
- Zeigen die Fotos Ihre eigenen Leute und Baustellen?
- Kann man sich am Smartphone in wenigen Minuten bewerben?
- Weist Ihr Bauschild oder Bauzaunbanner auf die Karriereseite hin, etwa mit kurzer Adresse oder QR-Code?
Was ich für Handwerks- und Baubetriebe umsetze, beschreibt die Seite Website für Handwerker. Einen Überblick über alle Bausteine finden Sie unter Leistungen. Wenn Sie Ihre Karriereseite überarbeiten möchten, schreiben Sie mir über das Kontaktformular.
Häufige Fragen
Wie findet ein Bauunternehmen Fachkräfte über die Website?
Mit einer eigenen Karriereseite, einer eigenen Seite pro Stelle und offenen Angaben zu Einzugsgebiet, Arbeitszeiten, Bezahlung und Entwicklung. Echte Fotos vom Team und eine Bewerbung, die am Smartphone schnell erledigt ist, senken die Hürde zusätzlich.
Sollte ein Bauunternehmen das Gehalt in der Stellenanzeige nennen?
Bewerber fragen fast immer zuerst danach. Wenn Sie nach Tarif bezahlen, sagen Sie das, und nennen Sie konkrete Zusatzleistungen wie Fahrzeug, Werkzeug oder Zuschläge statt allgemeiner Formulierungen.
Brauchen Bewerber am Bau ein Anschreiben?
Für viele gewerbliche Stellen ist ein Anschreiben keine sinnvolle Hürde. Ein kurzes Formular mit Telefonnummer und Erfahrung reicht für den ersten Kontakt; Unterlagen können später folgen.
Was bringen strukturierte Daten für Stellenanzeigen?
Mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting können Stellenseiten laut Google in der Jobsuche ausführlicher dargestellt werden. Voraussetzung ist, dass die Angaben vollständig und aktuell sind und abgelaufene Stellen entfernt werden.