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Website-Pflege zum Jahresende: 10 Punkte für den jährlichen Website-Check
Einmal im Jahr lohnt sich ein ruhiger Blick auf die eigene Website. Zehn Punkte für den Jahrescheck, damit Anfragen ankommen, Angaben stimmen und nichts Wichtiges unbemerkt veraltet.
Kurz gesagt: Website-Pflege heißt nicht, ständig etwas Neues zu bauen, sondern regelmäßig zu prüfen, ob alles noch stimmt und funktioniert. Ein jährlicher Check zum Jahresende umfasst zehn Punkte: Formular testen, Öffnungszeiten und Betriebsferien eintragen, Referenzen und Leistungen ergänzen, Team und Pflichtangaben aktualisieren, Updates und Sicherungen prüfen, alte Inhalte aufräumen, die Mobilansicht ansehen und die Zugänge ordnen. Mit dieser Liste schaffen Sie das an einem ruhigen Nachmittag oder geben sie gezielt weiter.
Im November und Dezember wird es in vielen Betrieben etwas ruhiger am Schreibtisch, bevor das neue Jahr beginnt. Ein guter Moment, die Website einmal so anzusehen, wie ein neuer Kunde sie sieht. Die meisten Punkte brauchen kein technisches Wissen, nur etwas Zeit und einen kritischen Blick.
1. Das Anfrageformular selbst testen
Ein Formular kann über Monate still kaputt sein, ohne dass es jemand merkt: Die Empfängeradresse ist veraltet, die Nachrichten landen im Spam oder ein Update hat den Versand gestört. Kunden melden sich dann nicht, sie fragen einfach woanders an.
Schicken Sie deshalb eine Testanfrage, am besten vom Smartphone und mit einem angehängten Foto, falls das Formular Fotos erlaubt. Prüfen Sie, ob die Nachricht ankommt, bei wem und wie schnell, und ob der Absender eine Bestätigung erhält. Welche Kontaktwege sonst noch zählen, beschreibt der Artikel Kontaktwege auf der Website.
2. Öffnungszeiten, Feiertage und Betriebsferien
Zwischen den Jahren haben viele Betriebe geschlossen oder sind nur eingeschränkt erreichbar. Tragen Sie das rechtzeitig auf der Website ein, etwa in einem kurzen Hinweis auf der Startseite und der Kontaktseite, und nehmen Sie ihn danach wieder heraus.
Dasselbe gilt für das Google-Unternehmensprofil: Dort lassen sich besondere Öffnungszeiten für einzelne Tage hinterlegen, ohne die regulären Zeiten zu ändern. Wie Sie das Profil insgesamt pflegen, steht im Artikel Google-Unternehmensprofil optimieren.
3. Die Referenzen des Jahres ergänzen
Am Jahresende haben Sie den besten Überblick, welche Aufträge gut gelaufen sind. Wählen Sie zwei oder drei Projekte aus, die zeigen, was Sie können und welche Arbeiten Sie öfter machen möchten. Ein Foto, ein paar Sätze zur Aufgabe und zum Ergebnis reichen schon.
Fragen Sie bei dieser Gelegenheit zufriedene Kunden, ob Sie ihre Rückmeldung verwenden dürfen. Wie echte Stimmen wirken, zeigt der Beitrag Kundenstimmen auf der Website. Beispiele für Referenzseiten sehen Sie unter Projekte.
4. Leistungen abgleichen
Betriebe verändern sich über das Jahr: Eine Leistung wurde kaum nachgefragt und soll wegfallen, eine andere ist dazugekommen, vielleicht gibt es eine neue Maschine oder eine neue Qualifikation. Gehen Sie Ihre Leistungsseiten durch und prüfen Sie für jede:
- Bieten wir das noch an?
- Wollen wir davon mehr oder weniger?
- Fehlt eine Leistung, nach der Kunden oft fragen?
Was Sie nicht mehr machen wollen, sollte nicht mehr prominent auf der Website stehen. Sonst kommen genau die Anfragen, die Sie absagen müssen.
5. Team und Ansprechpartner aktualisieren
Neue Mitarbeiter, ein Meister, der in den Ruhestand gegangen ist, eine neue Ansprechpartnerin im Büro: Solche Änderungen gehen oft unter. Prüfen Sie Namen, Funktionen, Fotos und Durchwahlen. Wer den Betrieb verlassen hat, sollte nicht mehr als Ansprechpartner auf der Website stehen. Für Fotos und Namen von Mitarbeitern braucht es deren Einverständnis; das gilt auch für neue Kollegen.
Suchen Sie Auszubildende oder Fachkräfte, gehört auch die Karriereseite in diesen Punkt: Sind die Stellen noch aktuell, stimmen Ansprechpartner und Ausbildungsbeginn?
6. Impressum und Datenschutzerklärung prüfen
Das Impressum muss aktuell sein. Typische Änderungen im Lauf eines Jahres sind eine neue Rechtsform, ein neuer Geschäftsführer, eine geänderte Adresse oder Telefonnummer oder eine neue Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
Die Datenschutzerklärung beschreibt, welche Daten auf der Website verarbeitet werden. Haben Sie im Lauf des Jahres etwas eingebaut, etwa eine Online-Terminbuchung, eine Karte, ein Video oder ein neues Formular, muss das dort erklärt sein. Umgekehrt sollten Dienste, die Sie nicht mehr nutzen, nicht mehr darin stehen. Bei Unsicherheiten ist eine Rechtsberatung oder die Kammer der richtige Ansprechpartner.
7. Updates und Sicherungen
Läuft die Website auf einem System wie WordPress, brauchen das System, das Theme und alle Erweiterungen regelmäßig Updates. Veraltete Erweiterungen gehören zu den häufigsten Einfallstoren für Angriffe. Klären Sie, wer die Updates macht und wann das zuletzt passiert ist.
Ebenso wichtig ist die Sicherung: Gibt es eine aktuelle Kopie der Website, und weiß jemand, wie man sie im Notfall zurückspielt? Eine Sicherung, die nie getestet wurde, ist ein Versprechen ohne Beleg. Bei Baukastensystemen übernimmt der Anbieter das meist; fragen Sie dennoch nach, was genau gesichert wird.
8. Alte Inhalte aufräumen
Nichts wirkt so verlassen wie eine Aktion vom vorletzten Frühjahr oder eine Stellenanzeige, die längst besetzt ist. Suchen Sie gezielt nach Inhalten mit Ablaufdatum:
- Aktionen, Angebote und Veranstaltungen
- besetzte Stellenanzeigen
- veraltete PDF-Flyer und Preislisten zum Herunterladen
- Hinweise wie „Neu ab Frühjahr“ oder „Wir ziehen um“
Klicken Sie außerdem die wichtigsten Links durch, auch die zu Partnern, Herstellern oder Ihren Social-Media-Profilen. Links, die ins Leere führen, stören Besucher und wirken nachlässig.
9. Mobilansicht und Ladezeit ansehen
Öffnen Sie Ihre Website auf dem eigenen Smartphone, im mobilen Netz und nicht im Büro-WLAN. Lässt sich die Telefonnummer antippen? Ist das Wichtigste ohne Zoomen lesbar? Lädt die Startseite spürbar langsam?
Für eine erste Einschätzung der Ladezeit eignet sich das kostenlose Werkzeug PageSpeed Insights von Google. Ist die Search Console eingerichtet, lohnt dort ein Blick auf Hinweise zu Seiten, die nicht indexiert sind. Woran Sie merken, dass mehr als Pflege nötig ist, beschreibt der Artikel Website veraltet? 7 Anzeichen.
10. Zugänge, Verträge und Zuständigkeiten ordnen
Zum Abschluss die Liste, die im Ernstfall Zeit und Nerven spart. Notieren Sie an einem sicheren Ort:
- bei wem Domain, Hosting und E-Mail liegen und wann sie verlängert werden
- wer Zugang zu Website, Google-Unternehmensprofil und Search Console hat
- welche Zugänge ehemalige Mitarbeiter oder frühere Dienstleister noch haben
Entfernen Sie Zugänge, die nicht mehr gebraucht werden, und prüfen Sie, ob Rechnungen und Erinnerungen an eine Adresse gehen, die gelesen wird. Was dabei zu Domain und E-Mail wichtig ist, zeigt der Artikel Domain und E-Mail im Betrieb.
Website-Pflege im Alltag: Was Sie jetzt tun können
- Tragen Sie sich einen festen Termin im Dezember für den Website-Check ein.
- Gehen Sie die zehn Punkte einmal durch und notieren Sie, was zu tun ist.
- Erledigen Sie die schnellen Punkte sofort: Testanfrage, Betriebsferien, alte Aktionen.
- Klären Sie für Updates, Sicherungen und Zugänge, wer zuständig ist.
- Wiederholen Sie Punkt 1 und 2 zusätzlich vor jeder längeren Schließzeit.
Wenn Sie den technischen Teil nicht selbst übernehmen möchten, gehören Hosting, Wartung und kleine Änderungen bei mir zur Betreuung, beschrieben unter Leistungen. Was das für Handwerksbetriebe konkret bedeutet, zeigt die Seite Website für Handwerker. Und wenn beim Check mehr Fragen als Antworten entstehen, schreiben Sie mir über die Kontaktseite.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man eine Website pflegen?
Inhalte wie Öffnungszeiten, Referenzen und Stellenangebote sollten Sie ändern, sobald sich etwas ändert. Technische Updates laufen idealerweise laufend. Ein gründlicher Check aller Punkte einmal im Jahr hilft, das Übersehene zu finden.
Kann ich die Website-Pflege selbst machen?
Viele Punkte ja: Formular testen, Texte und Referenzen prüfen, Öffnungszeiten anpassen. Updates, Sicherungen und Änderungen an der Technik sollten Sie nur selbst übernehmen, wenn Sie wissen, wie man einen Fehler rückgängig macht. Sonst ist eine feste Zuständigkeit sicherer.
Was passiert, wenn eine Website jahrelang nicht gepflegt wird?
Angaben veralten, Formulare können unbemerkt ausfallen, und ungepflegte Technik wird anfälliger für Angriffe. Besucher merken das schnell und fragen dann eher bei einem anderen Betrieb an.