Website-Strategie

Website-Baukasten oder Agentur? 6 Fragen, die die Entscheidung klären

Website selber bauen oder machen lassen? Beides kann richtig sein. Sechs Fragen helfen Handwerksbetrieben und lokalen Unternehmen, die passende Lösung zu finden — ehrlich und ohne Verkaufsdruck.

Kurz gesagt: Ein Website-Baukasten reicht, wenn Sie wenig Zeit investieren können und nur eine einfache Visitenkarte im Netz brauchen. Eine Agentur lohnt sich, wenn die Website aktiv Anfragen bringen soll, Sie gut gefunden werden wollen und Ihnen Zeit fehlt. Entscheidend sind sechs Fragen: zu Ihrer Zeit, Ihrem Ziel, der Auffindbarkeit, dem Datenschutz, der Wirkung auf Kunden und der späteren Pflege.

Viele Inhaber stehen vor derselben Entscheidung: Soll ich die Homepage selbst mit einem Baukasten bauen oder von jemandem machen lassen? Beides hat seine Berechtigung. Dieser Artikel zeigt, woran Sie die Entscheidung festmachen — auch wenn das Ergebnis lautet, dass Sie keine Agentur brauchen.

1. Wie viel Zeit können und wollen Sie investieren?

Ein Baukasten wie Jimdo oder Wix nimmt Ihnen die Technik ab, nicht die Arbeit: Sie müssen Struktur, Texte, Bilder und Design selbst entscheiden und umsetzen. Das ist machbar, kostet aber Abende und Wochenenden — und Entscheidungen, für die man Erfahrung braucht, etwa wie Leistungsseiten aufgebaut sein sollten.

Prüffrage: Können Sie sich in den nächsten Wochen mehrere Stunden pro Woche dafür freihalten, ohne dass Aufträge darunter leiden? Wenn nicht, ist das ein Argument für eine Umsetzung durch Dritte.

2. Was soll die Website leisten: Visitenkarte oder Anfragen?

Eine Visitenkarte zeigt, dass es Sie gibt: Name, Adresse, Telefonnummer, ein paar Fotos. Dafür genügt ein Baukasten völlig. Eine Website, die Anfragen bringen soll, muss mehr: eigene Seiten für jede Leistung, beschriebene Projekte, einen verständlichen Ablauf und ein Anfrageformular, das nach den richtigen Angaben fragt. Auch das lässt sich mit einem Baukasten bauen — es erfordert aber das Wissen, welche Bausteine wirken.

Was solche Bausteine für einzelne Gewerke sind, beschreiben die Seiten Website für Handwerker und der Artikel Website-Texte für Handwerksbetriebe.

3. Wie wichtig ist es, bei Google gefunden zu werden?

Wer Kunden über die Suche gewinnen will, braucht eine Website, die technisch sauber ist, schnell lädt, am Smartphone funktioniert und für die richtigen Begriffe geschrieben ist. Viele Baukästen erfüllen die technischen Grundlagen. Je nach Anbieter und Tarif sind Einstellungen wie Seitentitel, Beschreibungen, saubere Adressen oder Weiterleitungen aber unterschiedlich gut zugänglich.

Prüffragen: Kann ich für jede Seite Titel und Beschreibung festlegen? Kann ich eigene Seiten mit sprechenden Adressen anlegen? Kann ich bei einem Wechsel Weiterleitungen einrichten? Wie das beim Umzug einer Website aussieht, beschreibt der Artikel Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust.

Unabhängig vom Weg gilt: Für die lokale Suche zählt auch das Google-Unternehmensprofil. Das pflegen Sie ohnehin selbst oder lassen es betreuen.

4. Wie sieht es mit Datenschutz und Pflichtangaben aus?

Jede geschäftliche Website braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Bei Baukästen sollten Sie vorher klären, wo die Daten verarbeitet werden, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung angeboten wird und welche externen Dienste (zum Beispiel Schriften, Karten, Statistik) eingebunden werden. Das gilt auch für Agenturlösungen — nur dass Sie hier einen Ansprechpartner haben, der dazu Auskunft gibt.

Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung. Bei Zweifeln hilft Ihnen Ihre Handwerkskammer oder ein Rechtsanwalt.

5. Wie wirkt die Website auf Kunden?

Kunden entscheiden in Sekunden, ob ein Betrieb seriös wirkt. Vorlagen aus Baukästen sind gut, sehen aber oft denen anderer Betriebe ähnlich. Ein eigenständiger Auftritt mit echten Fotos, klaren Texten und einer Gestaltung, die zu Ihrem Betrieb passt, hebt Sie von Wettbewerbern ab. Das ist kein Muss für jeden Betrieb — aber bei Leistungen, die Kunden selten kaufen und lange vergleichen, ein starkes Argument.

Beispiel: Ein Schreinerbetrieb, der Maßarbeit verkauft, profitiert von einem Auftritt, der Handwerk und Material zeigt. Ein Betrieb, der überwiegend über Stammkunden arbeitet, kommt oft auch mit einer schlichten Seite aus.

6. Wer pflegt die Website später?

Eine Website ist nie fertig. Öffnungszeiten ändern sich, neue Projekte kommen dazu, Technik muss aktualisiert werden. Beim Baukasten pflegen Sie meist alles selbst, die Technik übernimmt der Anbieter. Bei einer Agentur lohnt die Frage: Wer macht Updates, wer ändert Inhalte, was passiert bei Problemen?

Klären Sie außerdem: Gehört mir die Domain? Kann ich die Website mitnehmen, wenn ich den Anbieter wechsle? Beim Baukasten ist ein Umzug oft aufwendig, weil Inhalte nicht ohne Weiteres exportierbar sind. Wie Sie Domain und E-Mail sauber absichern, steht im Artikel Domain und E-Mail im Betrieb.

Was Sie jetzt tun können

Beantworten Sie die sechs Fragen kurz für sich selbst und notieren Sie: Wie viel Zeit habe ich? Soll die Seite Anfragen bringen? Wie wichtig ist Google? Passt die Datenschutzlösung? Wie soll der Auftritt wirken? Wer pflegt ihn? Wenn Sie bei mehreren Fragen zu „Agentur“ tendieren, lohnt ein Gespräch.

Wie ich arbeite, steht unter Ablauf, was ich für Handwerksbetriebe und Gastgeber umsetze, unter Leistungen. Wenn Sie erst einmal wissen möchten, wo Ihre heutige Website steht, schreiben Sie mir über das Kontaktformular — Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, auch wenn die lautet: Ein Baukasten reicht.

Häufige Fragen

Reicht ein Baukasten für einen Handwerksbetrieb?

Für eine einfache Visitenkarte mit Kontaktdaten und ein paar Fotos ja. Soll die Website aktiv Anfragen bringen, lohnt es, vorher zu klären, ob Leistungsseiten, Formular und Einstellungen für die Suche möglich sind und wer sie pflegt.

Ist eine Agentur-Website automatisch besser bei Google?

Nein. Entscheidend sind Inhalte, Technik und Pflege — nicht der Weg, auf dem die Website entsteht. Eine sorgfältig gebaute Baukasten-Seite kann besser sein als eine nachlässig umgesetzte Agentur-Seite.

Kann ich später vom Baukasten zur Agentur wechseln?

Ja, aber Inhalte lassen sich nicht immer ohne Weiteres exportieren. Planen Sie Zeit für Texte, Bilder und Weiterleitungen ein, damit Ihre Sichtbarkeit beim Wechsel nicht leidet.

Was kostet eine Website von einer Agentur?

Das hängt von Umfang, Inhalten und Betreuung ab. Eine Preisliste von der Stange gibt es bei mir nicht; ich schaue mir Ihren Auftritt an und melde mich persönlich.

  • Website-Baukasten
  • Agentur
  • Homepage
  • Entscheidungshilfe

Nächster Schritt

Wie steht Ihre Website da?

Ein kurzer Satz reicht — ich schaue mir Ihren Auftritt an und antworte persönlich.